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COPD

Informationen für Betroffene und Angehörige

Therapie einer COPD

Therapie einer COPD

Das Fundament für die erfolgreiche COPD-Therapie ist die Vermeidung möglicher Risikofaktoren. Insbesondere sollte ein Patient, der noch Zigaretten raucht, damit umgehend aufhören. Auch das Passivrauchen sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Bestehen Schadstoffbelastungen am Arbeitsplatz, kann es ratsam sein, den Job zu wechseln oder nach einer Alternative im Unternehmen zu suchen. Damit es vor allem im Herbst bzw. Winter nicht zu schwerwiegenden Atemwegsinfekten kommt, die zu Exazerbationen, d. h. akuten Verschlimmerungen der Symptome, führen können, sind Schutzimpfungen gegen Influenza (Virusgrippe) und Pneumokokken (Bakterien, die schwere Infekte auslösen können) empfehlenswert.

Medikamentöse Therapie

Bei der medikamentösen Behandlung der COPD werden Beta-2-Sympathomimetika, Anticholinergika und Theophyllin eingesetzt. Diese Wirkstoffe sind bronchodilatatorisch, d. h. sie bewirken eine Weitung der Bronchien. Auf diese Weise gelangt mehr Sauerstoff in den Körper und die Atemwege werden bei ihrer Selbstreinigung unterstützt. Diese Präparate gibt es sowohl für den Einsatz bei akuter Atemnot als auch zur Dauertherapie. Um eine akute Verschlechterung des Krankheitsbildes z. B. durch einen Atemwegsinfekt zu verhindern, kann Kortison eingesetzt werden. In der Regel wird ein Kortisonpräparat zum Inhalieren verwendet, damit der Wirkstoff direkt in das betroffene Organ gelangt.

Nichtmedikamentöse Therapie

Ebenso wichtig wie die medikamentöse Behandlung der COPD sind nichtmedikamentöse Therapieverfahren. Besonders bewährt hat sich die noch recht neue Spirovitaltherapie der Firma Airnergy. Diese führt dem Köper nicht mehr Sauerstoff zu, sondern hilft, den vorhandenen Sauerstoff besser zu verwerten. Bei mindestens 3x täglicher Inhalation über eine Nasenbrille können die Symptome gelindert und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden.
Um einer Verschlimmerung der Erkrankung entgegenzuwirken, ist eine an die Möglichkeiten des Patienten angepasste körperliche Betätigung, z. B. Rad fahren, Wandern, Spazierengehen o. ä., empfehlenswert. Im Rahmen einer physiotherapeutischen Behandlung können u. a. Atem- und Hustentechniken erlernt werden, die die Atmung und das Abhusten erleichtern (z. B. Ausatmen gegen die Lippenbremse und Kutschersitz). Da Menschen mit COPD auch häufig unter Gewichtsproblemen (Über- oder Untergewicht) leiden, kann eine Ergänzung der o. g. therapeutischen Maßnahmen durch eine Ernährungstherapie sinnvoll sein. Des Weiteren werden sog. Patientenschulungen angeboten, die Wissen über die Krankheit und deren Therapie vermitteln und die COPD-Patienten helfen sollen, besser mit der Erkrankung umzugehen.
Wenn die Lunge durch die Erkrankung soweit geschädigt ist, dass die Sauerstoffversorgung des Körpers nicht mehr ausreichend gewährleistet ist, kann u. U. eine Sauerstoff-Langzeittherapie notwendig werden. Dabei wird dem Körper künstlich Sauerstoff über Beatmungsgeräte zugeführt. In der Regel wird diese Therapie stationär begonnen, kann jedoch dank leicht handhabbarer Geräte später zu Hause weitergeführt werden. (ah)

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