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COPD

Informationen für Betroffene und Angehörige

Entstehung einer COPD

Die COPD kann aus einer chronischen Bronchitis und/oder durch ein Lungenemphysem entstehen. Bei einer chronischen Bronchitis kommt es zu einer Lähmung der Flimmerhärchen, die sich auf dem Epithelgewebe der Bronchien befinden. Diese befördern durch ihre Bewegung Sekret und Schmutzpartikel, die sich in den Bronchien ansammeln können, nach außen. Auf diese Weise reinigen sich die Bronchien selbst. Diese Härchen verkümmern im Laufe der Erkrankung immer mehr und können aus diesem Grund ihre reinigende Funktion nicht mehr wahrnehmen. Im fortgeschrittenen Stadium verändern sich die Wandstruktur und die Schleimhaut der Bronchien. Diese Veränderung kann zu einer Verengung der Luftwege führen.

Ein Lungenemphysem kann entstehen, wenn durch ein gestörtes Enzymgleichgewicht die Trennwände der Lungenbläschen (Alveolen) zerstört werden. Aus vielen kleinen Lungenbläschen entwickelt sich so eine große Alveole, die dann als Emphysemblase bezeichnet wird. Da das Volumen der Alveolen bei diesem Prozess immer größer wird, steigt der Druck auf die Bronchiolen, die kleinsten Verästelungen der Bronchien. Können sie diesem Druck nicht mehr standhalten, kollabieren sie und die Luft kann nicht mehr aus den Alveolen entweichen. So kommt es nach und nach zu einer Überblähung des Lungengewebes mit Luft. Die Folgen sind Schwierigkeiten bei der Ausatmung und eine geringere Sauerstoffsättigung des Blutes.

In beiden Fällen ist die Hauptursache für die Schädigung des Lungengewebes das inhalative Rauchen. Stoffe im Tabakrauch begünstigen die Entstehung einer chronischen Bronchitis, da sie zur Schädigung der Flimmerhärchen und der Trennwände der Alveolen beitragen. Neben dem Zigarettenrauchen können auch andere schädigende Stoffe, die in die Atemwege eindringen, die Entstehung der COPD begünstigen. Dazu zählen Luftverschmutzung sowie Staub und Chemikalien am Arbeitsplatz.

Die Deutsche Atemwegsliga und die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie haben Leitlinien zur Einteilung der COPD nach Schweregraden (von 0 bis IV) vorgenommen. Die Einteilung basiert zum einen auf dem FEV1-Wert, d. h. dem Luftvolumen, das in einer Sekunde ausgeatmet werden kann (sog. Einsekundenkapazität). Der zweite Wert, die Vitalkapazität (VK) gibt die Menge Luft an, die maximal eingeatmet werden kann. Bei der Risikogruppe (Schweregrad 0) sind beide Werte normal, dennoch können chronische Symptome wie Husten oder Auswurf vorhanden sein. Bei Patienten mit einer mittelgradigen COPD (Schweregrad III) liegt der FEV1-Wert zwischen 50 und 80 % des Solls, der FEV1/VK-Wert liegt unter 70 %. Dabei können chronische Symptome wie Husten, Auswurf und Atemnot auftreten. Von einer sehr schweren COPD (Schweregrad IV) wird gesprochen, wenn der FEV1-Wert kleiner als 50 bzw. 30 % ist und der FEV1/VK-Wert unter 70 % liegt. In diesem Stadium ist die COPD mit chronischer Atemnot verbunden. (ah)

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