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COPD

Informationen für Betroffene und Angehörige

Was ist COPD?

COPD steht für „chronic obstructive pulmonary disease”, zu deutsch: „chronisch-obstruktive Lungenerkrankung“. Bei der COPD handelt es sich um eine Erkrankung der Lunge, die aus einer chronisch-obstruktiven Bronchitis und/oder aus einem Lungenemphysem entsteht. Kennzeichnend ist die zunehmende Verengung der Atemwege (Obstruktion). Im Gegensatz zum Asthma ist diese Verengung der Atemwege jedoch irreversibel, d. h. nicht mehr umkehrbar. Typische Symptome der Erkrankung sind Atemnot, Husten und Auswurf.

Wie viele Menschen in Deutschland tatsächlich von COPD betroffen sind, ist nicht sicher. Die Angaben weichen teilweise stark voneinander ab. Die Deutsche Lungenstiftung geht davon aus, dass ca. 10–15 % der Deutschen an COPD erkrankt sind, also knapp 6,8 Millionen. Treffen Vorhersagen der WHO ein, wird die Erkrankung 2030 die dritthäufigste Todesursache sein.

Ohne Zweifel ist das inhalative Rauchen der wesentlichste Risikofaktor. Schätzungen der Deutschen Lungenstiftung zufolge haben rund 80 % der COPD-Patienten einmal geraucht oder rauchen immer noch. Daneben können auch Luftverschmutzung sowie Staub und Chemikalien am Arbeitsplatz zu einer COPD führen.

Der Aufbau der Atmungsorgane

Die Lunge ist ein paariges Organ und besteht aus einem linken und einem rechten Lungenflügel. Die Atemluft strömt über die Luftröhre in das Bronchialsystem ein. Die Luftröhre teilt sich in zwei Hauptbronchen (von bronchus, griech.: Luftröhre), über die die eingeatmete Luft in die beiden Lungenflügel geleitet wird. Damit der eingeatmete Sauerstoff ins Blut gelangen kann, muss er nun bis zu den Lungenbläschen, den Alveolen, transportiert werden, da erst dort der sog. Gasaustausch stattfinden kann. Diesen Transport übernimmt ein verästeltes Netz aus Bronchien, die sich immer weiter verzweigen und verdünnen.

Am Ende der feinsten Verästelungen der Bronchien, den sog. Bronchiolen, befinden sich die Alveolen. Sie sind umgeben von einem Netz aus kapillaren Blutgefäßen, die den Sauerstoff aus der Atemluft entnehmen und verbrauchte, kohlendioxidhaltige Luft abgeben. Da dieser für den Organismus lebensnotwendige Gasaustausch nur an dieser Stelle vollzogen werden kann, ist es wichtig, dass die Luft ungehindert bis zu den Lungenbläschen gelangt. Eine Verengung der Atemwege, wie sie bei der COPD auftritt, behindert den Weg der Luft und somit den Weg des Sauerstoffs ins Blut. (ah)

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